Helfer im Einsatz


Über uns

Die Geschichte des Ortsverbandes Dinslaken


Das Bild zeigt die jetzige Liegenschaft in Duisburg-Walsum. Dort ist der THW-Ortsverband Dinslaken seit einigen Jahren beheimatet.

Im März 1953 wurde der OV Dinslaken ins Leben gerufen. Es zählte der Wille, für den Katastrophenfall gerüstet zu sein. Der wirtschaftliche Aufschwung der Bundesrepublik hatte begonnen. Es galt die wenigen Dinge zu schützen, welche man nach den Kriegswirren mühsam aufgebaut hatte.

Heute ist das Technische Hilfswerk eine der modernsten Katastrophenschutzorganisationen der Welt.

Auch der Ortsverband Dinslaken hält einiges an modernem technischen Gerät für den Einsatzfall bereit. Neben den Standardeinheiten, dem Zugtrupp und den beiden Bergungsgruppen, sind die Fachgruppe Beleuchtung und die Fachgruppe Wasserschaden/ Pumpen, in unserer Liegenschaft stationiert.

1953 war die technische Ausstattung unseres Ortsverbandes ebenso wie bei allen anderen Ortsverbänden sehr bescheiden. Wichtigstes Transportfahrzeug war die "Dienst-Schubkarre". Für den Transport der Helfer und ihrem Gerät, war man auf die Hilfe und Unterstützung der ortsansässigen Firmen und Betriebe angewiesen. Im ehemaligen Bergrevieramt Ecke Schloß- / Wiesenstraße befand sich die Unterkunft des THW-Ortsverbandes Dinslaken. Zu den Männern der "Ersten Stunde" gehörte auch der ehemalige Leiter der Stadtwerke Dinslaken, Gerhard Malina. Mitte der 50er-Jahre war er Ortsbeauftragter für den OV Dinslaken. Die meisten THW-Helfer waren parallel zu ihrer freiwilligen ehrenamtlichen Tätigkeit im Technischen Hilfsdienst, auch freiwillige Helfer im Luftschutzhilfsdienst (LSHD), der seine Unterkunft in Hünxe hatte. Mit dieser Doppelmitgliedschaft wurden gleich " zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen". Zum einen wurde das Kräftepotential des LSHD durch die THW-Helfer gestärkt. Zum anderen standen dem THW hierdurch Fahrzeuge und Gerätschaften zur Verfügung, von denen es ansonsten damals hätte nur träumen können.

Als in den 70er-Jahren der LSHD aufgelöst wurde, standen die Helfer des LSHD Dinslaken vor der Entscheidung, Regieeinheit des Kreises oder THW-Helfer zu werden. Da zahlreiche LSHD - Helfer auch gleichzeitig THW-Helfer waren, fiel die Entscheidung sehr leicht und zugunsten des THW aus. Das Kräftepotential wurde damit schlagartig von vorher einem Zug, auf 4 Züge (3 x Bergungszüge und 1 x Instandsetzungszug), mit Verpflegungstrupp, aufgestockt. Gleichzeitig stand dem THW auch die komplette Ausstattung des ehemaligen LSHD zur Verfügung. Da das THW nicht in der Lage war, zwei Unterkünfte vorzuhalten, musste die Unterkunft in Dinslaken aufgegeben werden, und der Ortsverband Dinslaken zog nach Hünxe. 

Obwohl die Unterkunft in Hünxe und die technische Ausstattung stetig verbessert wurden und das Verhältnis zur Gemeinde Hünxe gut war, fühlte sich die Mehrzahl der Helfer des THW Dinslaken in Hünxe nicht so recht wohl. "Der OV Dinslaken gehört nach Dinslaken", war die mehrheitliche Meinung der Helfer. Die große Entfernung, bei zugleich unzureichender Anbindung durch öffentliche Verkehrsmittel, sowie die zunehmend mangelhafter werdende räumliche Unterbringung, stellten in den 80er-Jahren eine stetig steigende Belastung für den Kameradschaftsgeist der Helferschaft dar. Dank der vermittelnden Fürsprache des Leiters des Hochbauamtes der Stadt Dinslaken Gerd Rühl, der in den 70er-Jahren selbst Ortsbeauftragter war, konnten Ende der 80er-Jahre in Dinslaken Räumlichkeiten für eine neue Unterkunft gefunden werden. Die Stadtwerke Dinslaken waren bereit, die Räumlichkeiten des ehemaligen Bauhofes der Stadt Dinslaken entsprechend den Erfordernissen umzubauen. Ende 1990 / Anfang 1991 erfolgte der Umzug. Das die neue Unterkunft an der Gerhard-Malina-Straße lag, war wohl eher zufällig.

Mittlerweile ist der Ortsverband Dinslaken seit einigen Jahren in einer Liegenschaft in Duisburg-Walsum beheimatet. Nach der Zusammenlegung der Ortsverbände Duisburg und Duisburg-Walsum, und der Ankündigung des Eigenbedarfs durch die Stadtwerke Dinslaken für die alte Unterkunft, zogen die Dinslakener nochmals um.

Obwohl sich die Liegenschaft, wie zu "Hünxer-Zeiten", nicht in Dinslaken direkt befindet, fühlt sich die Helferschaft hier sehr wohl - und dies soll auch so bleiben.

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