Helfer im Einsatz


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News:  Eine Ära geht zu Ende




News:  Eine Ära geht zu Ende

Nach 22 Jahren als Ortsbeauftragter des Technischen Hilfswerks (THW) Dinslaken und insgesamt 47 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit gibt Wolfgang Dappers sein Amt auf.  Zu seiner Nachfolgerin wurde Janina Schmidt-Jakisch von den Helfern gewählt

Während seiner feierlichen Verabschiedung wurde Wolfgang Dappers vom THW-Dienststellenleiter für das Land NRW, Dr. Hans Ingo Schliwinski, mit dem Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet.

Insgesamt bedankten sich 110 Gäste bei Wolfgang Dappers, darunter der Bürgermeister der Stadt  Dinslaken, Dr. Michael Heidinger, Dirk Vöpel als Mitglied des Deutschen Bundestages, der Landtagsabgeordnete Norbert Meesters, Landrat Dr. Ansgar Müller, die Dezernentin Simone Kasper in Vertretung für den Bürgermeister Voerde, Klaus Stratenwerth als Vertreter für den Hünxer Bürgermeister, Udo Walbrodt (Leiter der Feuerwehr Dinslaken) und Udo zur Mühlen (Kreisbrandmeister).

Ebenfalls durfte Wolfgang Dappers Helmut Kellner (Historiker im THW), Wolfgang Krüsmann von der THW-Helfervereinigung und Freunde der Freiwilligen Feuerwehr Thallwitz begrüßen. Nicht zu vergessen sind die eigenen Helfer des Dinslakener Ortsverbandes und Dienststellenleiter vieler Ortsverbände im Kreis Wesel.

 „Wolfgang Dappers hinterlässt große Fußstapfen“, sagte Bürgermeister Dr. Michael Heidinger, „in die Nachfolgerin Janina Schmidt-Jakisch tritt“.

Doch welchen Weg ging Wolfgang Dappers? Wolfgang Dappers trat am 1. März 1970  als „normaler“ Helfer in Form eines Wehrersatzdienstes ins THW ein und verpflichtete sich zunächst für zehn Jahre. Damals war er nicht verheiratet, musste aber seine Eltern nicht großartig überzeugen. Seine ungewöhnliche Entscheidung wurde akzeptiert und positiv aufgenommen. Zu dieser Zeit war der Ortsverband in Hünxe in einem Schweinestall untergebracht. „Das THW war damals eher eine graue Maus in der Gesellschaft“, so Wolfgang Dappers. Nichts desto trotz hatte der Ortsverband etwa 130 Helfer in drei Bergungszügen. Damals gab es keine Fachgruppe und kaum Einsätze. Trotzdem hielten die Helfer zusammen und entwickelten eine Gemeinschaft. Das THW war damals beim Katastrophenschutz im Kreis Wesel untergebracht. Der Dienst fand wie heute einmal im Monat statt. In seiner weiteren Laufbahn beim THW wurde Wolfgang Dappers zum Kraftfahrer, Schirrmeister, stellvertretenden Ortsbeauftragten und schließlich zum Ortsbeauftragten. Besonders stolz macht ihn die eigene Organisation der Einsätze, die Zusammenarbeit mit dem Kreis und die Entscheidung über die Fachgruppen für den eigenen Ortsverband. Die schönste Zeit beim THW erlebte er mit 50 Jahren. „Damals stimmte alles. Das Rundumpaket war in Ordnung“, sagt Wolfgang Dappers. Er bereute zu keiner Zeit Ortsbeauftragter zu werden, „als Behörde, wie es das THW ist, kann man viel bewirken“.

Wenn Helfer in den Einsatz entsendet wurden, beschreibt Wolfgang Dappers, war es für ihn immer  ein zweischneidiges Gefühl. Einerseits stolz, dass man viele fähige Helfer hat, die ihr erlerntes Wissen unter Beweis stellen können. Andererseits aber auch Angst, da man eine Fürsorgepflicht gegenüber den Helfern hat.

Seine Familie unterstützte ihn immer. Jedoch war es aus der Sicht von Wolfgang Dappers nicht immer leicht. Man hat  wichtige Ereignisse verpasst und die eigene Familie musste oft zurück stecken. Während seiner ersten Jahre beim THW war er bei Thyssen beschäftigt. Später machte er sich selbstständig und konnte so seine ehrenamtliche Tätigkeit einfacher koordinieren.

Auslandseinsätze in Rumänien, Bosnien Herzegowina und Polen prägten sein Leben sehr und verhalfen ihm zu folgendem Geheimnis:

„Einsätze waren immer gut und haben Spaß gemacht, stärkten mich und hielten mich jung. Ein Ortsverband funktioniert nur, wenn die Helfer gut ausgebildet sind, ein guter Fuhrpark  und eine vernünftige Unterkunft vorhanden ist, was der Fall ist.“

08.04.2017